Kategorie: mosKI

  • Unterrichtsplanung: Der Planungs-Assistent für Lehrkräfte

    Unterrichtsplanung: Der Planungs-Assistent für Lehrkräfte

    Zwischen Lehrplan, Wochenplanung, Materialerstellung und Korrekturen bleibt oft wenig Zeit für das, was zählt: den Blick auf die Lernenden. Der neue Menüpunkt „Unterrichtsplanung“ oben in Moodle will genau diese Routinen abnehmen.

    Was ist die Unterrichtsplanung?

    Kurz gesagt: Die Unterrichtsplanung ist ein Arbeitsbereich für Lehrkräfte direkt in Moodle: Von der Lehrplanidee bis zum fertigen Kursmaterial entstehen alle Bausteine an einem Ort – Unterrichtseinheiten, Arbeitsaufträge, Erklärvideos und der Stundenplan, abgestimmt auf den bayerischen LehrplanPLUS.

    Screenshot: Unterrichtsplanung: Der Planungs-Assistent für Lehrkräfte
    Unterrichtsplanung: Der Planungs-Assistent für Lehrkräfte – Demo-Ansicht ohne echte Schülerdaten

    Was der Assistent übernimmt

    • Einheiten planen: Aus einer Planungsidee wird eine strukturierte Unterrichtseinheit mit Materialvorschlägen – das LehrplanPLUS-Wissen ist eingebaut, die Zuordnung zum Lehrplan passiert nicht mehr von Hand.
    • Erklärvideos erzeugen: Zu einem Thema entstehen kurze, animierte Erklärvideos – gerechnet wird nachts auf dem Schulserver.
    • Die Woche im Blick: Eine Schätzung zeigt, wie viel Korrektur- und Vorbereitungszeit kommende Woche ansteht.
    • Alles landet in Moodle: Fertige Bausteine wandern direkt in den Kurs, ohne Kopieren zwischen Programmen.

    So findest du es

    Lehrkräfte finden den Punkt „Unterrichtsplanung“ in der oberen Navigationsleiste auf kurse.mos-muenchen.de. Beim ersten Öffnen führt eine kurze Tour durch alle Funktionen.

    Und der Datenschutz? Wie bei allen KI-Funktionen unseres Moodles gilt: Die künstliche Intelligenz läuft auf dem Schulserver der MOS. Eingaben bleiben im Haus und werden nicht an externe Anbieter geschickt.

    Plugin der Woche: mosDigitales stellt jeden Mittwoch eines der Moodle-Werkzeuge vor, die im vergangenen Jahr an der MOS selbst entwickelt wurden. Alle Folgen sammelt die Kategorie „Plugin der Woche“.

  • SoleMate-Lernspiel und Passwort-Tresor der MOS

    SoleMate-Lernspiel und Passwort-Tresor der MOS

    Was haben eine Sneaker-Lieferkette und ein Passwort-Tresor gemeinsam? Auf den ersten Blick wenig. Im digitalen Angebot der MOS zeigen beide jedoch, wie unterschiedlich schulische Werkzeuge aussehen können. SoleMate lädt zum Lernen im Browser ein; Vaultwarden übernimmt eine Verwaltungsaufgabe. Beide gehören zu den Werkzeugen, die seit etwa Juni 2026 auf dem Schulserver bereitstehen.

    Kurz erklärt: Digitale Lern- und Verwaltungswerkzeuge der MOS sind Anwendungen für konkrete Aufgaben: SoleMate macht Materialwirtschaft als browserbasiertes Lernspiel erfahrbar, der Passwort-Tresor verwaltet Zugänge mit Vaultwarden. Beide laufen auf dem schuleigenen Server. Beim Passwort-Tresor setzt die Schule auf Open Source und verbindet digitale Organisation mit Datenhoheit.

    Wie macht SoleMate Materialwirtschaft zum Lernspiel?

    SoleMate macht Materialwirtschaft als browserbasiertes Lernspiel zugänglich. Unter mosfactory.mos-muenchen.de baust du auf einer Weltkarte eine Sneaker-Lieferkette auf. Der Auftrag bringt das Ziel knapp auf den Punkt: „Baue die beste Sneaker-Lieferkette: verdiene Geld, ohne Öko & Sozial zu opfern!“ Damit verbindet das Spiel den Aufbau einer Lieferkette mit Nachhaltigkeits-Abwägungen.

    SoleMate – Lernspiel Materialwirtschaft (Screenshot)
    SoleMate – Lernspiel Materialwirtschaft (Screenshot)

    Die Aufgabe lenkt deinen Blick auf mehrere Ziele zugleich. Geld steht neben ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Du kannst deshalb nicht nur fragen, welche Entscheidung zu einer Lieferkette gehört, sondern auch, welche Folgen du bei einer Abwägung in den Blick nehmen willst. Genau dieser Zusammenhang macht Materialwirtschaft im Spiel zum Gegenstand eigener Entscheidungen.

    Welche Entscheidungen stehen im Mittelpunkt?

    Im Mittelpunkt stehen der Aufbau einer Lieferkette und das Abwägen von Geld, Ökologie und Sozialem. Die Weltkarte bildet den Rahmen, in dem du diese Perspektiven zusammenbringst. Deine Aufgabe bleibt dabei der Aufbau einer Sneaker-Lieferkette.

    Für dein Lernen sind daraus einfache, aber ergiebige Fragen möglich: Wo bemerkst du einen Zielkonflikt? Welche Perspektive leitete deine Entscheidung? Wie würdest du deine Abwägung begründen? Das sind keine zusätzlichen Funktionen des Spiels, sondern Möglichkeiten, den im Spiel angelegten Nachhaltigkeits-Abwägungen bewusst nachzugehen. SoleMate gibt dafür einen konkreten, browserbasierten Handlungsrahmen.

    Was leistet der Passwort-Tresor der MOS?

    Der Passwort-Tresor unter schluessel.mos-muenchen.de ist ein selbstgehosteter Passwortmanager auf Basis von Vaultwarden. Vaultwarden ist mit Bitwarden kompatibel und gehört zu den Open-Source-Lösungen der Schule. Statt eines externen Dienstes stellt die MOS damit einen Passwortmanager auf ihrem eigenen Server bereit.

    Der Name „Tresor“ beschreibt seine Aufgabe anschaulich: Es geht um die Verwaltung von Passwörtern an einem dafür vorgesehenen Ort. Wichtig ist die Abgrenzung zu SoleMate. Der eine Dienst ist ein Lernspiel zur Materialwirtschaft, der andere ein Werkzeug zur Passwortverwaltung. Gemeinsam ist ihnen nicht die Funktion, sondern der Betrieb als schuleigene digitale Angebote.

    Warum gehört Verwalten zur Medienkompetenz?

    Verwalten gehört zur Medienkompetenz, weil digitales Arbeiten nicht bei Recherche, Dokumenten oder Lernspielen endet. Auch Zugänge zu digitalen Werkzeugen müssen übersichtlich gehandhabt werden. Der Passwort-Tresor gibt dieser Aufgabe einen eigenen Platz im digitalen Angebot der MOS. Er macht zugleich sichtbar, dass Datenhoheit auch bei einem alltäglichen Verwaltungswerkzeug eine Rolle spielt.

    Der Passwort-Tresor ist dabei kein weiteres KI-Angebot. Das ist für den Überblick wichtig: Die digitale Umgebung der Schule umfasst KI-Werkzeuge, Lernplattformen, Organisationshilfen, ein Lernspiel und den Passwortmanager. Nicht jede Aufgabe braucht KI. Entscheidend ist, welches Werkzeug für welchen Zweck gedacht ist und wo es betrieben wird.

    Was zeigt der Rückblick auf die Artikelserie?

    Der Rückblick zeigt ein breites Spektrum selbst betriebener Dienste. Kompass beantwortet Recherchefragen mit Quellenangaben. Im Arbeitsbuch kannst du eigene Materialien hochladen, dazu Fragen stellen sowie Notizen und Zusammenfassungen erstellen. Argumente gibt Hinweise zur Selbstüberprüfung, aber keine fertigen Lösungen. Das zugangsgeschützte KI-Portal unterstützt Lehrkräfte beispielsweise bei der Unterrichtsvorbereitung und arbeitet in einer abgesicherten Sandbox.

    Im Hintergrund verbinden Ollama, Speaches, GPUQ, n8n und OnlyOffice unterschiedliche Aufgaben auf dem Schulserver. Der Schulkalender bündelt Termine, die Praktikumsbörse bietet eine Übersicht über Praktikumsplätze, und mosQR erzeugt QR-Codes ohne die Werbe-Tracker externer QR-Dienste. SoleMate und der Passwort-Tresor ergänzen diesen Überblick nun um spielerisches Lernen und digitale Verwaltung.

    Welcher rote Faden verbindet die Werkzeuge?

    Der rote Faden ist die Datenhoheit der Schule. Alle KI-Dienste laufen selbstgehostet auf dem schuleigenen Server; Schülerdaten gehen nicht an externe KI-Anbieter. Für diese Angebote sind deshalb keine Konten bei US-Anbietern nötig. Open-Source-Software bildet an vielen Stellen die Grundlage, darunter Perplexica, Open Notebook, Ollama, Vaultwarden, Moodle und n8n.

    Das bedeutet nicht, dass alle Werkzeuge dasselbe tun. Gerade ihre unterschiedlichen Aufgaben machen den Überblick nützlich: Quellen prüfen, mit eigenen Dokumenten arbeiten, Argumente überdenken, Unterricht vorbereiten, Termine und Praktikumsplätze überblicken, QR-Codes erzeugen, Materialwirtschaft erkunden oder Passwörter verwalten. Die gemeinsame Infrastruktur hält diese Zwecke unter der Kontrolle der Schule zusammen.

    Was nehmen wir ins neue Schuljahr mit?

    Ins neue Schuljahr nehmen wir vor allem klare Fragen mit: Welches Werkzeug passt zu einer Aufgabe? Auf welche Quellen stützt sich eine Antwort? Welche eigenen Materialien werden verwendet? Und wo bleiben die dabei entstehenden Daten? Die im Schuljahr 2025/26 bereitgestellten Dienste geben der Schulfamilie konkrete Anlässe, diese Fragen beim Recherchieren, Lernen und Organisieren zu stellen.

    Die Erprobung von KI als Werkzeug im Unterricht kann dabei an drei bereits sichtbare Schwerpunkte anknüpfen: Recherche mit Quellen, Arbeit mit eigenen Materialien und Argumentationstraining. SoleMate erinnert zugleich daran, digitale Bildung nicht auf KI zu verengen. Ein Lernspiel über nachhaltige Lieferketten und ein selbstgehosteter Passwort-Tresor gehören ebenso zu einer vielseitigen digitalen Schulumgebung.

    In dieser Serie

    Jede Woche erscheint ein neuer Teil in der Kategorie „KI in der Schule“ auf diesem Blog. Die Serie zeigt, wie die MOS digitale Werkzeuge verständlich, selbstgehostet und mit Blick auf Datenschutz einsetzt.

  • Redewerkstatt: Präsentieren üben – mit Coach, aber ohne Publikum

    Redewerkstatt: Präsentieren üben – mit Coach, aber ohne Publikum

    Vor der Klasse zu sprechen kostet Überwindung – und ausgerechnet üben kann man es fast nie, weil zum Üben ja wieder ein Publikum nötig wäre. Die Redewerkstatt löst dieses Henne-Ei-Problem: Sie ist dein Trainingsraum, in dem niemand zuschaut.

    Was ist die Redewerkstatt?

    Kurz gesagt: Die Redewerkstatt ist ein Präsentationstrainer in Moodle. Du bekommst eine Redeaufgabe mit Zieldauer, hältst deinen Vortrag vor der eigenen Kamera – und bekommst danach Rückmeldung: zum Inhalt deiner Rede von einem KI-Coach und zu deiner Körpersprache aus einer automatischen Auswertung.

    Screenshot: Redewerkstatt: Präsentieren üben – mit Coach, aber ohne Publikum
    Redewerkstatt: Präsentieren üben – mit Coach, aber ohne Publikum – Demo-Ansicht ohne echte Schülerdaten

    Das bekommst du zurückgemeldet

    • Inhalt und Aufbau: Der Coach hört zu (dein Gesprochenes wird in Text umgewandelt) und gibt Tipps zu Struktur, Verständlichkeit und Zieldauer.
    • Körpersprache: Blickrichtung, Haltung und Gestik werden ausgewertet – die Videoanalyse läuft dabei komplett in deinem eigenen Browser, das Video verlässt dein Gerät nicht.
    • Mehrere Versuche: Unter „Meine Versuche“ siehst du, wie du dich von Durchlauf zu Durchlauf steigerst.

    So findest du es

    Die Redewerkstatt ist als Aktivität in Deutsch-Kursen eingebunden (Sprechblasen-Symbol). Du brauchst ein Gerät mit Kamera und Mikrofon – am besten üben, wo du ungestört bist.

    Und der Datenschutz? Wie bei allen KI-Funktionen unseres Moodles gilt: Die künstliche Intelligenz läuft auf dem Schulserver der MOS. Eingaben bleiben im Haus und werden nicht an externe Anbieter geschickt.

    Plugin der Woche: mosDigitales stellt jeden Mittwoch eines der Moodle-Werkzeuge vor, die im vergangenen Jahr an der MOS selbst entwickelt wurden. Alle Folgen sammelt die Kategorie „Plugin der Woche“.

  • Digitale Alltagshelfer: Kalender, Praktika, mosQR

    Digitale Alltagshelfer: Kalender, Praktika, mosQR

    Digitalisierung zeigt sich im Schulalltag nicht nur in großen KI-Anwendungen. Oft sind es kleine, klar umrissene Werkzeuge, die Informationen an einer verlässlichen Stelle bereitstellen oder einen einfachen Arbeitsschritt übernehmen. An der MOS München gehören dazu der Schulkalender organizer, die Praktikumsbörse praktikum und der QR-Code-Generator mosQR.

    Was sind digitale Alltagshelfer an der MOS München?

    Digitale Alltagshelfer an der MOS München sind schuleigene Webwerkzeuge für wiederkehrende Aufgaben: Der Schulkalender bündelt Termine, die Praktikumsbörse zeigt Praktikumsplätze, und mosQR erzeugt QR-Codes. Sie laufen auf dem Schulserver und kommen ohne Tracker und Werbung aus. So bleibt die Nutzung übersichtlich und unter Kontrolle der Schule.

    Alle drei Angebote haben einen eng begrenzten Zweck. Genau das macht sie im Alltag verständlich: Du öffnest das Werkzeug, das zu deiner aktuellen Aufgabe passt. Eine KI ist dafür nicht erforderlich. Gleichzeitig folgen die Dienste der Grundidee, die auch hinter den KI-Angeboten der Schule steht: Digitale Werkzeuge sollen auf der eigenen Infrastruktur bereitstehen und nicht unnötig von externen Plattformen abhängen.

    Wie hilft der Schulkalender organizer im Alltag?

    Der Schulkalender unter organizer.mos-muenchen.de bietet einen zentralen Terminüberblick. Das Angebot ist seit etwa Mai 2026 online. Sein Nutzen liegt in dieser Bündelung: Wenn du dich über Termine informieren möchtest, gibt es dafür einen schuleigenen, gemeinsamen Ausgangspunkt.

    Der Schulkalender (Screenshot, Namen unkenntlich gemacht)
    Der Schulkalender (Screenshot, Namen unkenntlich gemacht)

    Ein zentraler Überblick nimmt dir nicht jede eigene Planung ab. Er schafft aber eine klare Grundlage dafür. Du kannst den Kalender aufrufen, den Terminüberblick prüfen und die für dich wichtigen Angaben anschließend in deine persönliche Planung übernehmen. Der Dienst bleibt dabei bewusst ein Kalender: Er soll Termine sichtbar machen, nicht Entscheidungen für dich treffen.

    Was bietet die Praktikumsbörse praktikum?

    Die Praktikumsbörse unter praktikum.mos-muenchen.de trägt den Titel „Praktikumsstellen – MOS München“ und bietet eine Übersicht über Praktikumsplätze. Wie der Schulkalender ist sie seit etwa Mai 2026 online. Damit erhält die Suche nach einem Praktikumsplatz einen eigenen Ort innerhalb der digitalen Angebote der Schule.

    Wichtig ist die genaue Rolle des Werkzeugs: Die Börse stellt eine Übersicht bereit. Sie nimmt dir weder die persönliche Auswahl noch die weitere Auseinandersetzung mit einem Praktikumsplatz ab. Du kannst sie als Ausgangspunkt nutzen und die dort sichtbaren Möglichkeiten sorgfältig prüfen. So unterstützt das Angebot die Orientierung, ohne mehr zu versprechen, als durch die belegte Funktion abgedeckt ist.

    Warum gibt es mit mosQR einen eigenen QR-Generator?

    mosQR unter qr.mos-muenchen.de ist der schuleigene QR-Code-Generator. Mit ihm kannst du QR-Codes erstellen, ohne dabei die Werbe-Tracker externer QR-Dienste zu verwenden. Der praktische Arbeitsschritt bleibt damit in einem Angebot der Schule, statt dafür auf einen externen QR-Dienst mit Werbe-Trackern auszuweichen.

    Gerade bei einer kleinen Aufgabe ist dieser Unterschied leicht zu übersehen. Ein QR-Code ist schnell erzeugt; entscheidend ist aber auch, welcher Dienst dabei im Hintergrund beteiligt ist. mosQR macht die schulische Alternative direkt erreichbar. Du bekommst die benötigte Funktion, während Werbung und die Werbe-Tracker externer QR-Angebote außen vor bleiben.

    Was verbindet Schulkalender, Praktikumsbörse und mosQR?

    Die drei Werkzeuge verbinden ein klarer Zweck, die Bereitstellung durch die Schule und der Verzicht auf Tracker und Werbung. Sie ergänzen die größeren KI-Dienste um praktische Angebote für Termine, Praktikumsplätze und QR-Codes. Statt möglichst viele Funktionen in einer Plattform zu sammeln, gibt es für jede dieser Aufgaben ein eigenes, nachvollziehbares Werkzeug.

    Der Datenschutz-Rote-Faden der Serie bleibt dabei sichtbar. Der Schulserver steht unter Kontrolle der MOS München. Auch alle KI-Dienste der Schule laufen dort selbstgehostet; Schülerdaten gehen nicht an externe KI-Anbieter. Für diese KI-Infrastruktur und weitere Schuldienste setzt die MOS auf quelloffene Software wie Ollama, n8n, Moodle oder Vaultwarden statt auf Lizenz-Abos. organizer, praktikum und mosQR sind zusätzliche Alltagswerkzeuge innerhalb dieser schuleigenen digitalen Umgebung.

    Sind die drei Alltagshelfer selbst KI-Anwendungen?

    Nein, an der Schule werden sie als weitere digitale Werkzeuge neben den KI-Werkzeugen geführt. Der Schulkalender zeigt Termine, die Praktikumsbörse Praktikumsplätze und mosQR erzeugt QR-Codes. Diese klare Trennung ist hilfreich: Nicht jede digitale Aufgabe braucht ein Sprachmodell oder eine andere Form von KI.

    Wie nutzt du die drei Angebote passend?

    Du wählst das Angebot nach deinem konkreten Anliegen. Die Zuordnung ist einfach:

    • Für einen zentralen Terminüberblick öffnest du organizer.
    • Für eine Übersicht über Praktikumsplätze nutzt du praktikum.
    • Zum Erstellen eines QR-Codes verwendest du mosQR.

    Diese Aufteilung hält die Nutzung überschaubar. Du musst nicht erst entscheiden, welche von vielen Funktionen einer großen Plattform gemeint ist. Zugleich kannst du erkennen, wofür ein Dienst gedacht ist und wo seine Grenze liegt. Das stärkt einen bewussten Umgang mit digitalen Werkzeugen: zuerst die Aufgabe klären, dann den passenden Dienst auswählen.

    Warum gehören kleine Werkzeuge in eine KI-Serie?

    Weil das digitale Schuljahr 2025/26 mehr umfasst als KI. Recherche, Arbeit mit eigenen Materialien und Argumentationstraining werden durch selbstgehostete KI-Dienste unterstützt. Daneben lösen organizer, praktikum und mosQR kleinere, konkrete Aufgaben. Zusammen zeigen die Angebote, dass nicht die Größe oder Neuheit eines Werkzeugs zählt, sondern ein klarer Nutzen und ein verantwortungsvoller technischer Rahmen.

    In dieser Serie

    Jede Woche erscheint ein neuer Teil der Reihe in der Kategorie „KI in der Schule“ auf diesem Blog. Dort lernst du die selbstgehosteten KI-Dienste und weitere digitale Werkzeuge der MOS München Schritt für Schritt kennen.

  • Die Zitier-Schmiede: Wörtlich zitieren wie ein Profi

    Die Zitier-Schmiede: Wörtlich zitieren wie ein Profi

    Ein gutes Zitat ist wie ein Edelstein: klein, treffend und sauber gefasst. Nur – wohin mit den Anführungszeichen, was machen die eckigen Klammern, und wie baut man ein Zitat elegant in den eigenen Satz ein? Dafür gibt es jetzt eine Schmiede.

    Was ist die Zitier-Schmiede?

    Kurz gesagt: Die Zitier-Schmiede ist ein Lernspiel rund ums wörtliche Zitieren. In drei Stationen arbeitest du dich vom Handwerk zur Meisterschaft: Regel-Arena (Zeichensetzung im Schnelldurchlauf), Einbett-Werkstatt (den treffenden Zitat-Kern wählen und elegant einbetten) und Dreischritt-Meisterstück (Einleiten, Einbetten, Auswerten – ein kompletter Analyse-Absatz).

    Screenshot: Die Zitier-Schmiede: Wörtlich zitieren wie ein Profi
    Die Zitier-Schmiede: Wörtlich zitieren wie ein Profi – Demo-Ansicht ohne echte Schülerdaten

    So schmiedest du

    • Du steigst als „Lehrling“ ein und sammelst mit jeder gemeisterten Regel Erfahrungspunkte und Abzeichen.
    • Das Regel-Kompendium ist dein Nachschlagewerk: alle Zitierregeln mit Beispiel an einem Ort.
    • Die Bestenliste zeigt deinen Rang im Kurs – die Namen der Mitschüler*innen bleiben anonym.
    • Was du hier übst, brauchst du in jeder Analyse und später in jeder Facharbeit.

    So findest du es

    Du findest die Zitier-Schmiede in mehreren Deutsch-Kursen bei den Lernspielen – erkennbar am Hammer-und-Amboss-Symbol. Am meisten bringt sie direkt vor einer Analyse-Schreibaufgabe.

    Plugin der Woche: mosDigitales stellt jeden Mittwoch eines der Moodle-Werkzeuge vor, die im vergangenen Jahr an der MOS selbst entwickelt wurden. Alle Folgen sammelt die Kategorie „Plugin der Woche“.

  • Schulserver erklärt: So laufen unsere KI-Dienste

    Wenn du Kompass, Arbeitsbuch oder Argumente öffnest, siehst du jeweils ein Werkzeug mit einer eigenen Aufgabe. Im Hintergrund teilen sich die KI-Dienste jedoch einen schuleigenen Server. Damit das funktioniert, übernimmt nicht ein einziges Programm alles. Mehrere technische Bausteine arbeiten mit klar verteilten Rollen zusammen.

    Kurzdefinition: Die KI-Infrastruktur der MOS ist das technische Zusammenspiel aus lokalen Sprachmodellen, Sprach-KI, einer fair geteilten Grafikkarte, Automatisierungen und einem Dokumentenserver. Alle Bausteine laufen als Docker-Container auf dem schuleigenen Server. So bleiben Schülerdaten im Haus und gelangen nicht an externe KI-Anbieter.

    Wie schafft ein Schulserver mehrere KI-Dienste?

    Der Schulserver schafft mehrere KI-Dienste durch Arbeitsteilung: Ollama stellt lokale Sprachmodelle bereit, Speaches kümmert sich um Spracherkennung und Sprachausgabe, GPUQ teilt die Grafikkarte fair, n8n übernimmt Automatisierungen und OnlyOffice dient als Dokumentenserver. Jeder Baustein hat damit eine überschaubare Aufgabe.

    Alle diese Bausteine laufen als Docker-Container auf demselben Server. Für dich erscheinen die Angebote trotzdem als unterschiedliche Dienste. Kompass ist die KI-Suche mit Quellenangaben, Arbeitsbuch arbeitet mit eigenen Materialien und Argumente unterstützt beim Prüfen von Charakterisierungen, Erörterungen und Argumenten. Hinter den verschiedenen Oberflächen steht also eine gemeinsame, lokal betriebene Grundlage.

    Was bedeutet dabei „selbstgehostet“?

    Selbstgehostet bedeutet hier: Die KI-Dienste laufen auf dem schuleigenen Server unter der Kontrolle der Schule. Für ihre Nutzung sind keine Konten bei US-Anbietern nötig, und Schülerdaten gehen nicht an externe KI-Anbieter. Die Schule setzt dabei auf Open-Source-Software statt auf Lizenz-Abos.

    Welche Aufgabe übernimmt Ollama?

    Ollama stellt die lokalen Sprachmodelle auf dem Schulserver bereit. Ein konkretes Beispiel ist der Chat-Trainer Argumente: Dort arbeitet das offene Modell gpt-oss lokal über Ollama. Der Trainer kann dadurch Hinweise zur Selbstüberprüfung geben, ohne eine Anfrage an einen externen KI-Anbieter zu schicken.

    Ollama ist damit ein Teil der technischen Grundlage und nicht mit der sichtbaren Anwendung gleichzusetzen. Du begegnest im Browser etwa dem Dienst Argumente; das lokale Sprachmodell dahinter wird über Ollama betrieben. Diese Unterscheidung hilft, Oberfläche und Infrastruktur auseinanderzuhalten.

    Wofür ist Speaches zuständig?

    Speaches ist für Spracherkennung und Sprachausgabe zuständig. Diese Sprach-KI läuft auf der eigenen Grafikkarte des Schulservers. Sprache wird damit ebenfalls innerhalb der schuleigenen Infrastruktur verarbeitet; Schülerdaten werden nicht an einen externen KI-Anbieter weitergegeben.

    Die Aufgabenteilung ist einfach: Ollama steht für lokale Sprachmodelle, Speaches für gesprochene Ein- und Ausgaben. Beide gehören zur KI-Infrastruktur, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Welche Oberfläche du gerade verwendest, ändert nichts am Grundsatz: Die KI-Dienste werden selbstgehostet.

    Warum braucht die Grafikkarte eine Warteschlange?

    Die Grafikkarte braucht eine Warteschlange, weil mehrere Dienste sie nutzen. GPUQ übernimmt diese Aufgabe und teilt die Grafikkarte fair zwischen den Diensten. So gibt es für die gemeinsam genutzte Ressource eine geordnete Verteilung.

    Du kannst dir GPUQ wie die Schlange in der Mensa vorstellen: Viele möchten zur gleichen Ausgabe, aber es gibt einen gemeinsamen Anlaufpunkt. Statt dass sich alle gleichzeitig vordrängen, ordnet die Schlange, wer an die Reihe kommt. GPUQ erfüllt für die Grafikkarte diese koordinierende Rolle und sorgt dabei für eine faire Teilung.

    Die Warteschlange ist selbst kein Sprachmodell und keine Sprach-KI. Sie verwaltet die gemeinsame Nutzung der Grafikkarte. Gerade weil mehrere Angebote auf einem einzigen Schulserver laufen, ist diese Rolle wichtig für das Zusammenspiel der Dienste.

    Was automatisiert n8n?

    n8n ist der Baustein für Automatisierungen. Es ist Open-Source-Software und läuft wie die anderen Bestandteile als Docker-Container auf dem Schulserver. n8n ist also weder die KI-Suche noch das Sprachmodell, sondern übernimmt im Hintergrund die Rolle für automatisierte Abläufe.

    Die Rollen bleiben dabei klar getrennt: Anders als Ollama stellt n8n nicht die lokalen Sprachmodelle bereit, und anders als Speaches ist es nicht für Sprache zuständig. In dieser Infrastruktur übernimmt n8n Automatisierungen. Damit gibt es auch für diesen Bereich einen eigenen Baustein auf dem Schulserver.

    Welche Rolle hat OnlyOffice?

    OnlyOffice übernimmt die Rolle des Dokumentenservers. Damit ist auch der Bereich Dokumente als eigener Baustein in der Infrastruktur vertreten. OnlyOffice ist weder das lokale Sprachmodell noch die Warteschlange für die Grafikkarte. Seine klar benannte Aufgabe macht die Arbeitsteilung auf dem Schulserver leichter verständlich.

    Warum laufen die Bausteine in Docker-Containern?

    Docker-Container sind die gemeinsame Betriebsform der Bausteine auf dem Schulserver. Ollama, Speaches, GPUQ, n8n und OnlyOffice laufen dort als Container. So kann ein einziger Server die unterschiedlichen Rollen innerhalb derselben schuleigenen Infrastruktur tragen.

    Für den Blick hinter die Kulissen ist vor allem diese Ordnung wichtig: Hinter den sichtbaren Diensten stehen mehrere klar benannte Bestandteile, die gemeinsam auf dem Schulserver betrieben werden. Ein Docker-Container ist in diesem Aufbau also kein zusätzliches KI-Angebot, sondern die Betriebsform eines Bausteins.

    Wie schützt diese Technik Schülerdaten?

    Die Technik schützt Schülerdaten durch Datenhoheit: Alle KI-Dienste laufen auf dem Server der Schule, und die Schule behält die Kontrolle. Schülerdaten bleiben im Haus und werden nicht an externe KI-Anbieter übertragen. Diese Datenhoheit bildet den gemeinsamen Datenschutz-Rahmen im Sinne der DSGVO.

    Open Source gehört ebenfalls zu diesem Ansatz. Bei Ollama und n8n setzt die Schule ausdrücklich auf quelloffene Software; auch zentrale Anwendungen wie Perplexica und Open Notebook sind quelloffen. Das ersetzt keine kritische Prüfung von KI-Ergebnissen, erklärt aber, warum die technische Grundlage nicht auf externen KI-Konten und Lizenz-Abos aufbaut.

    In dieser Serie

    Jede Woche erscheint ein neuer Teil in der Kategorie „KI in der Schule“ auf diesem Blog. Darin zeigen wir dir die selbstgehosteten KI-Angebote und weitere digitale Werkzeuge der MOS verständlich und mit Blick auf Datenschutz.

  • MOS Einheiten: Warum unsere Kurse jetzt aufgeräumt aussehen

    MOS Einheiten: Warum unsere Kurse jetzt aufgeräumt aussehen

    Kurzes Praxisbeispiel mit einem datenschutzsicheren Testkonto.

    Vielleicht ist es dir gar nicht aufgefallen – und genau das wäre ein Kompliment: Viele Kurse auf kurse.mos-muenchen.de sehen seit diesem Jahr ruhiger, klarer und einheitlicher aus. Dahinter steckt ein eigenes Kursformat.

    Was ist das Kursformat „MOS Einheiten“?

    Kurz gesagt: „MOS Einheiten“ ist die Vorlage, die bestimmt, wie ein Kurs dargestellt wird: Der Stoff ist in Einheiten gegliedert, oben zeigt ein Fortschrittsbalken, wie viel du schon erledigt hast, und eine „Weiter“-Leiste bringt dich mit einem Klick zur nächsten offenen Aktivität.

    Screenshot: MOS Einheiten: Warum unsere Kurse jetzt aufgeräumt aussehen
    MOS Einheiten: Warum unsere Kurse jetzt aufgeräumt aussehen – Demo-Ansicht ohne echte Schülerdaten

    Das steckt drin

    • Gesamtfortschritt auf einen Blick: Der Balken oben im Kurs zählt alle abschließbaren Aktivitäten – du siehst sofort, wo du stehst.
    • Einheiten statt endloser Liste: Jede Einheit ist ein überschaubares Paket mit klarem Anfang und Ende.
    • Immer weiterkommen: Die „Weiter“-Navigation führt dich durch den Kurs, ohne dass du suchen musst, was als Nächstes dran ist.
    • Wiedererkennbar: Alle Kurse im gleichen Format – wer einen Kurs versteht, versteht alle.

    So findest du es

    Nichts zu tun: Wenn dein Kurs das Format nutzt, siehst du es automatisch. Lehrkräfte können das Format in den Kurseinstellungen unter „Kursformat“ auswählen – es heißt dort „MOS Einheiten“.

    Plugin der Woche: mosDigitales stellt jeden Mittwoch eines der Moodle-Werkzeuge vor, die im vergangenen Jahr an der MOS selbst entwickelt wurden. Alle Folgen sammelt die Kategorie „Plugin der Woche“.

  • KI-Portal für Lehrkräfte: geschützt vorbereiten

    Eine KI-Assistenz für die Unterrichtsvorbereitung wirft zwei Fragen zugleich auf: Wobei kann sie Lehrkräfte unterstützen, und in welcher Umgebung geschieht das? Die MOS München beantwortet beide mit einem eigenen, geschützten Angebot. Das KI-Portal für Lehrkräfte verbindet Assistenz mit einer klaren technischen Grenze nach außen.

    Kurzdefinition: Das KI-Portal für Lehrkräfte ist eine zugangsgeschützte, selbstgehostete KI-Assistenz der MOS München. Es basiert auf OpenClaw, läuft auf dem schuleigenen Server und unterstützt zum Beispiel bei der Unterrichtsvorbereitung. Ein Login verhindert öffentlichen Zugriff, eine abgesicherte Sandbox begrenzt die Arbeitsumgebung, und Schülerdaten gehen nicht an externe KI-Anbieter.

    Was ist das KI-Portal für Lehrkräfte?

    Das Portal unter ki.mos-muenchen.de ist die zugangsgeschützte KI-Assistenz für Lehrkräfte der MOS München. Technische Grundlage ist OpenClaw. Das Angebot besteht ungefähr seit Februar oder März 2026 und ist nicht öffentlich nutzbar: Vor dem Zugang steht eine Anmeldung.

    Damit gehört das Portal zu den selbstgehosteten KI-Diensten der Schule. „Selbstgehostet“ bedeutet hier ganz konkret: Der Dienst läuft auf dem schuleigenen Server unter Kontrolle der Schule. Für die Nutzung ist deshalb kein Konto bei einem US-Anbieter nötig. Das ist keine Aussage über die Qualität einer Antwort, sondern über den Ort und die Verantwortung der technischen Verarbeitung.

    Wobei unterstützt die KI-Assistenz?

    Die KI-Assistenz ist zum Beispiel für die Unterrichtsvorbereitung gedacht. Sie stellt Lehrkräften dafür einen geschützten Arbeitsbereich bereit. Welche pädagogische Entscheidung am Ende getroffen wird, bleibt Teil der Unterrichtsvorbereitung; das Portal ist ein Werkzeug innerhalb dieses Prozesses.

    Gerade diese Einordnung ist wichtig: Das Portal wird nicht als öffentlicher Chatdienst beschrieben, sondern als Werkzeug für Lehrkräfte hinter einer Authentifizierung. Wenn du zur Schulfamilie gehörst, kannst du daran erkennen, wie die MOS KI in diesem Bereich erprobt: mit einem bestimmten Zweck, einer festgelegten Zielgruppe und einer technisch geschützten Umgebung.

    Warum braucht das Portal einen Login?

    Der Login sorgt dafür, dass das Lehrkräfte-Portal nicht öffentlich zugänglich ist. Eine Webadresse allein öffnet den Dienst also nicht für beliebige Besucher*innen. Erst die Authentifizierung trennt den geschützten Bereich vom frei erreichbaren Internet.

    Zugangsschutz ist dabei mehr als ein vorgeschaltetes Hinweisschild. Er ordnet den Dienst einer berechtigten Nutzergruppe zu. Das passt zum Zweck des Portals: Es handelt sich um eine Assistenz für Lehrkräfte, nicht um ein allgemeines öffentliches KI-Angebot. Der geschützte Zugang macht diese Trennung technisch sichtbar.

    Was bedeutet der Zugangsschutz für dich?

    Für dich bedeutet er, dass verschiedene Angebote der Schule unterschiedliche Zugänge haben können. Beim KI-Portal ist die Anmeldung ausdrücklich Teil des Konzepts. Dass es hier keinen Screenshot gibt, folgt derselben Grenze: Ein geschützter Lehrkräfte-Bereich wird in diesem Artikel nicht wie eine öffentliche Oberfläche präsentiert.

    Warum ist eine Sandbox wichtig?

    Die abgesicherte Sandbox begrenzt die Arbeitsumgebung der KI-Assistenz. Du kannst sie dir als einen abgegrenzten Bereich vorstellen: OpenClaw arbeitet nicht einfach ohne technische Einfassung, sondern innerhalb dieser geschützten Umgebung.

    Die Sandbox und der Login erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben. Der Login regelt den Zugang zum Portal; die Sandbox betrifft die Umgebung, in der die Assistenz arbeitet. Beide Maßnahmen ergänzen sich. Die eine Grenze liegt vor der Tür, die andere um den Arbeitsbereich. So wird Schutz nicht nur als Regel formuliert, sondern in den Aufbau des Angebots einbezogen.

    Garantiert die Sandbox richtige KI-Antworten?

    Nein, die Sandbox beschreibt die abgesicherte technische Umgebung, nicht die inhaltliche Richtigkeit einer KI-Ausgabe. Zugangsschutz und Sandbox beantworten Sicherheitsfragen des Betriebs. Ob eine Unterstützung fachlich und pädagogisch passt, muss davon getrennt betrachtet werden. Diese Unterscheidung hilft dir, technische Absicherung nicht mit inhaltlicher Verlässlichkeit zu verwechseln.

    Wie schützt die MOS Schülerdaten?

    Die MOS betreibt ihre KI-Dienste selbst auf dem schuleigenen Server; Schülerdaten gehen nicht an externe KI-Anbieter. Beim Lehrkräfte-Portal kommen der Login und die abgesicherte Sandbox hinzu. Die Schule behält damit die Kontrolle über den Server und hält Schülerdaten im Haus.

    Dieser Ansatz verbindet Datenschutz mit Datenhoheit. Entscheidend ist nicht nur, dass ein KI-Werkzeug erreichbar ist, sondern wer die Infrastruktur kontrolliert und ob für den Dienst externe KI-Konten nötig sind. Bei den selbstgehosteten Angeboten der MOS lautet die Antwort: Kontrolle durch die Schule und keine nötigen Konten bei US-Anbietern.

    Welche Rolle spielt Open Source?

    Open Source ist ein Grundbaustein der schuleigenen KI-Infrastruktur. Die MOS setzt bei ihren digitalen Diensten auf quelloffene Software statt auf Lizenz-Abos. Das Lehrkräfte-Portal basiert auf OpenClaw und ist in die selbstgehostete Umgebung der Schule eingebettet.

    Für die Schulfamilie ergibt sich daraus ein durchgehendes Bild: Die KI-Werkzeuge werden auf dem eigenen Server betrieben, Datenschutz wird durch Datenhoheit gestützt, und die Schule behält die technische Kontrolle. Beim Portal für Lehrkräfte werden diese Grundsätze zusätzlich durch Anmeldung und Sandbox konkret.

    Was macht das Portal zu einem Schulwerkzeug?

    Zum Schulwerkzeug wird das Portal durch seinen klaren Rahmen: Es richtet sich an Lehrkräfte, unterstützt bei der Unterrichtsvorbereitung, verlangt eine Anmeldung und läuft geschützt auf der eigenen Infrastruktur. Seine Aufgabe, seine Zielgruppe und sein Betriebsort sind damit eindeutig benannt.

    Das ist auch eine hilfreiche Checkliste, wenn du andere KI-Angebote einordnen möchtest: Für wen ist ein Dienst gedacht? Wo läuft er? Wer kontrolliert den Server? Gibt es einen geschützten Zugang? Und verlassen Schülerdaten die Schule? Beim KI-Portal der MOS sind Zielgruppe, Schulserver, Zugangsschutz und der Verbleib der Schülerdaten klar beschrieben.

    In dieser Serie

    Jede Woche erscheint ein neuer Teil in der Kategorie „KI in der Schule“ auf diesem Blog. Die Serie zeigt dir, wie die MOS digitale Werkzeuge selbst hostet und Datenschutz, Open Source und Unterricht zusammendenkt.

  • Konjunktiv-Runner: Grammatik üben im 3D-Lauf

    Konjunktiv-Runner: Grammatik üben im 3D-Lauf

    Kurzes Praxisbeispiel mit einem datenschutzsicheren Testkonto.

    „Er sagt, er sei krank“ oder „er wäre krank“? Beim Konjunktiv der indirekten Rede stolpern viele – und genau dieses Stolpern haben wir in ein Spiel verwandelt, in dem man tatsächlich läuft und springt.

    Was ist der Konjunktiv-Runner?

    Kurz gesagt: Der Konjunktiv-Runner ist ein 3D-Lauf-Spiel (ein „Jump and Run“) direkt im Browser. Deine Spielfigur rennt durch eine Welt mit mehreren Spuren. Auf den Spuren erscheinen Verbformen – und du steuerst dorthin, wo die richtige Konjunktiv-I-Form steht, springst über Lücken und sammelst Combos.

    Screenshot: Konjunktiv-Runner: Grammatik üben im 3D-Lauf
    Konjunktiv-Runner: Grammatik üben im 3D-Lauf – Demo-Ansicht ohne echte Schülerdaten

    Warum ein Spiel?

    • Die richtige Form muss in Sekunden erkannt werden – genau das Tempo, das man später beim Schreiben braucht.
    • Levels und Erfahrungspunkte zeigen dir deinen Fortschritt vom „Anfänger“ aufwärts.
    • Die Bestenliste sorgt für Ehrgeiz, ohne bloßzustellen – deine Mitschüler*innen sehen keine Noten, nur Spielstände.
    • Wer den Konjunktiv im Spiel hundertfach gewählt hat, muss beim Verfassen einer Inhaltsangabe nicht mehr grübeln.

    So findest du es

    Das Spiel ist in mehreren Deutsch-Kursen eingebunden, meist im Abschnitt mit den Lernspielen (zum Beispiel in der „Spielehalle“ deines Deutschkurses). Such nach dem Läufer-Symbol „Konjunktiv-Runner“.

    Plugin der Woche: mosDigitales stellt jeden Mittwoch eines der Moodle-Werkzeuge vor, die im vergangenen Jahr an der MOS selbst entwickelt wurden. Alle Folgen sammelt die Kategorie „Plugin der Woche“.

  • KI in der Schule: Argumentieren mit dem Chat-Trainer

    KI in der Schule: Argumentieren mit dem Chat-Trainer

    Eine gute Argumentation entsteht selten im ersten Anlauf. Eine Behauptung braucht Gründe, Gegenpositionen verdienen eine faire Prüfung, und am Ende musst du selbst entscheiden, was trägt. Genau bei diesem Überarbeiten setzt „Argumente“ an: Der schuleigene Chat-Trainer begleitet dich beim Nachdenken, ohne dir das Denken abzunehmen.

    Kurz erklärt: „Argumente“ ist der selbstgehostete Chat-Trainer der MOS München für das Üben von Charakterisierungen, Erörterungen und Argumenten. Er basiert auf OpenAssistantGPT und nutzt das offene Sprachmodell gpt-oss lokal über Ollama. Statt fertige Lösungen zu liefern, gibt er Hinweise, mit denen du deine Überlegungen selbst prüfen und weiterentwickeln kannst.

    Was ist der Chat-Trainer „Argumente“?

    „Argumente“ ist ein eigener Chatbot der MOS München und seit etwa Februar 2026 online. Technisch beruht er auf dem quelloffenen Framework OpenAssistantGPT, das mit Next.js umgesetzt ist. Als Sprachmodell arbeitet gpt-oss, ein offenes Modell von OpenAI. Ollama führt dieses Modell lokal auf dem Schulserver aus.

    Entscheidend ist aber nicht der technische Unterbau, sondern die Rolle des Werkzeugs: Der Trainer soll dir keine fertigen Lösungen geben. Sein Motto folgt dem Montessori-Prinzip „Hilf mir, es selbst zu tun!“. Deshalb stehen Hinweise zur Selbstüberprüfung im Mittelpunkt. Du bleibst verantwortlich für die Charakterisierung, die Erörterung oder das Argument, an dem du arbeitest.

    Argumente – der Chat-Trainer (Screenshot)
    Argumente – der Chat-Trainer (Screenshot)

    Wie kannst du mit der KI argumentieren üben?

    Du kannst eine eigene Position formulieren, sie im Chat prüfen und anschließend gezielt überarbeiten. Dabei hilft es, nicht sofort nach einer vollständigen Antwort zu fragen. Teile deinen Gedankengang lieber in kleine Prüfschritte und nutze die Hinweise des Trainers als Anlass für deine nächste Entscheidung.

    Auch eine Debatte kannst du so vorbereiten: Formuliere zuerst deine Position, teste im Chat eine Gegenposition und entwickle darauf deine eigene Antwort. Der Trainer liefert dabei ein Gegenüber zum Üben; welche Argumente du übernimmst, veränderst oder zurückweist, entscheidest du selbst.

    • Position klären: Formuliere deine These in einem eindeutigen Satz. Bitte dann um einen Hinweis, an welcher Stelle sie noch unklar oder zu allgemein ist.
    • Begründung prüfen: Ergänze einen Grund für deine Position. Frage, ob die Verbindung zwischen Behauptung und Begründung nachvollziehbar ist.
    • Gegenposition testen: Bitte um eine mögliche Gegenposition. Antworte darauf mit deinen eigenen Worten, statt den Vorschlag einfach zu übernehmen.
    • Argument überarbeiten: Vergleiche deine erste und deine neue Fassung. Entscheide selbst, welcher Hinweis dein Argument tatsächlich präziser macht.

    Auch bei einer Charakterisierung oder Erörterung gilt dieses Vorgehen: Du bringst deinen eigenen Entwurf ein und lässt dir Ansatzpunkte zur Selbstkontrolle geben. Der Chat ist damit kein Abkürzungsautomat, sondern ein Gegenüber für einen zusätzlichen Prüfdurchgang.

    Warum gibt der Trainer keine fertigen Lösungen?

    Weil das Werkzeug dich beim eigenständigen Arbeiten unterstützen soll. Eine fertige Erörterung würde zwar Text liefern, aber nicht zeigen, welche gedanklichen Entscheidungen du selbst getroffen hast. Ein Hinweis lässt dir dagegen Raum: Du kannst ihn annehmen, verwerfen oder zum Ausgangspunkt für eine bessere Formulierung machen.

    Das ist besonders beim Argumentieren wichtig. Eine überzeugend klingende Formulierung ist noch kein Beleg dafür, dass ein Gedanke trägt. Du musst weiterhin prüfen, ob deine Behauptung verständlich ist, ob die Begründung dazu passt und ob du eine Gegenposition angemessen berücksichtigt hast. Genau dieses Prüfen lässt sich nicht sinnvoll an den Chatbot abgeben.

    Wo liegen die Grenzen von KI-Argumenten?

    Die Grenze liegt dort, wo ein sprachlich passender Vorschlag mit einem eigenen Urteil verwechselt wird. Der Trainer kann einen Hinweis oder eine Gegenposition formulieren. Ob sie für deine konkrete Aufgabe relevant, ausreichend begründet und fair dargestellt ist, entscheidest jedoch du.

    Behandle eine KI-Antwort deshalb als Prüfangebot, nicht als Autorität. Stelle Rückfragen, vergleiche verschiedene Formulierungen und suche nach Lücken im Gedankengang. Wenn ein Vorschlag nur gut klingt, aber keine nachvollziehbare Begründung enthält, ist er kein starkes Argument. Und wenn eine Gegenposition zu einfach ausfällt, solltest du sie stärker formulieren, bevor du auf sie antwortest.

    Kritisches Denken zeigt sich also nicht darin, jeden KI-Hinweis abzulehnen. Es zeigt sich darin, jeden Hinweis nach denselben Maßstäben zu prüfen wie den eigenen Text. So bleibt der Chat ein Werkzeug, während Auswahl, Begründung und Schlussfolgerung bei dir liegen.

    Wie schützt die MOS deine Daten beim KI-Chat?

    Die MOS betreibt den Chat-Trainer vollständig auf dem schuleigenen Server. Das Sprachmodell läuft dort lokal über Ollama; Schülerdaten werden nicht an externe KI-Anbieter weitergegeben. Für die Nutzung ist deshalb auch kein Konto bei einem US-Anbieter nötig.

    Damit verbindet „Argumente“ zwei Ziele der schulischen KI-Angebote: Du kannst ein aktuelles Werkzeug für den Unterricht erproben, und die Schule behält zugleich die Datenhoheit. Der offene technische Aufbau mit OpenAssistantGPT, gpt-oss und Ollama macht den Dienst zu einer selbstgehosteten Alternative unter Kontrolle der Schule.

    Was nimmst du aus einem Training mit?

    Du nimmst im besten Fall nicht einfach mehr Text mit, sondern bessere Fragen an deinen eigenen Text. Ist meine These eindeutig? Trägt meine Begründung? Habe ich eine ernst zu nehmende Gegenposition geprüft? Wenn du diese Fragen nach dem Chat selbst beantworten kannst, hat der Trainer seine Aufgabe erfüllt: Er hat dir beim Selberdenken geholfen.

    In dieser Serie

    Jede Woche erscheint ein neuer Teil in der Kategorie „KI in der Schule“ auf diesem Blog. Die Serie stellt die selbstgehosteten KI-Dienste und weitere digitale Werkzeuge der MOS München vor.